Motorradfahren

Zum Motorradfahren bin ich erst spät aber dafür heftig gekommen. Anfangs war mir Autofahren wichtiger, also hab mir das wenige Geld, das der Schein damals gekostet hat, gespart. Irgendwann wuchs der Wunsch, den Führerschein zu machen, damit ich ihn habe, wenn ich ihn brauche. An ein eigenes Motorrad hab ich da noch keinen Gedanken verschwendet.

Als ich dann die ersten paar Mal auf dem Motorrad saß, hat mich die Sucht gepackt. Ich hab mit spitzem Bleistift angefangen zu rechnen (angesichts von Regen und Schnee hatte ich nie die Absicht, auf mein AUto zu verzichten) und hab festgestellt, daß ein Motorrad günstiger war, als ich dachte.

Gestern

Mein erstes Motorrad war eine Honda CB400N, die ich günstig von einem Freund bekommen habe. Die Honda hat mir viele Kilometer zuverlässig Spaß gemacht, bis ich sie nach fünf Jahren verkauft habe.

Heute

Seit 1993 fahre ich eine Yamaha XJ600S Diversion. Bis ich die Maschine gesehen habe, hab ich vier Zylinder und Verkleidung immer für überflüssig gehalten, aber bei der Yamaha hat alles gestimmt (für mich).

Nach der ersten Fahrt mit der neuen Maschine kam ich mir nachträglich dann wie ein Masochist vor: die Laufruhe eines Vierzylinders und den Schutz einer (kleinen) Verkleidung möchte ich in Zukunft nicht mehr missen (vor allem auf längeren Ausfahrten).

Aktivitäten

Mein Motorrad ist zum Fahren da, waschen ist out. Geputzt werdet ihr meine Maschine also selten zu Gesicht bekommen.

Neben den normalen Touren, die ich alleine oder mit Freunden mache, bin ich (fast) regelmäßig auf der Orientierungsfahrt der Motorradfreunde Rhein-Ahr am 1. Maiwochenende in der Eifel. Das ist immer ein super Wochenende mit Zelten, Open-Air Fete, Benzingesprächen, einer tollen Tour am Samstag durch Eifel oder Siebengebirge und hin- und wieder sogar Nebendarsteller bei der Siegerehrung. Die nächste Tour kann ich nur jedem empfehlen. Schon wegen der Motorräder, die man sehen kann, lohnt sich die Fahrt. Auch die 15. O-Fahrt war wieder ein voller Erfolg. Die Bilder des Jahres 2000 hab ich in ein Album gepackt.

Im Netz in de.rec.motorrad bin ich z.Zt. nur selten präsent. Wenn ich vor dem Rechner sitze, interessieren mich meistens andere Themen, außerdem wird es zunehmend aufwendiger, sich durch das Newsvolumen dieser Gruppe zu kämpfen.

Nach meiner eigenen Teilnahme kann ich jedem von euch ein ADAC Motorrad Sicherheitstraining nur wärmstens empfehlen. Jeder von uns hat neue Seiten an seinem Motorrad und am Motorradfahren entdeckt, viel Spaß gehabt und einiges für sich gelernt. Um euer Motorrad braucht ihr dabei keine Angst haben, die Übungen sind so aufgebaut, daß nichts passieren kann. Ausserdem seid ihr dabei versichert.

Wer schon im Berufsleben steht, kommt eventuell sogar kostenlos an ein Sicherheitstraining: Die meisten Berufsgenossenschaften zahlen das Sicherheitstraining etwa alle fünf Jahre einmal, um die hohen Kosten durch Wegeunfälle zu senken.


Copyright © 1995,-2000 by Andreas Heidemann - Stand: 12. Mai 2000